05 November 2010

Umbau Migros-Restaurant La Terrasse Bahnhof St. Gallen

Am 20.10.2010 habe ich an m-infoline@migros.ch folgenden Brief geschrieben. Bis jetzt blieb er unbeantwortet. Mega-fail, liebe Migros!!



Sehr geehrte Damen und Herren

Als langjähriger Kunde des Restaurants der Migros-Klubschule St. Gallen (vor über zwanzig Jahren noch am Oberen Graben) denke ich, dass es mir zusteht, den kürzlich erfolgten Umbau des Restaurants La Terrasse im Bahnhof St. Gallen zu kommentieren.

Um es gleich vorweg zu nehmen, der Umbau ist nicht in allen Teilen gelungen. Aber gehen wir den Weg eines fiktiven Mittagessen-Kunden.

Die Tablett- und Besteckgestelle sowie die Getränkeausgaben sind gut platziert und übersichtlich. Ebenso die Vitrinen für das Dessert und die Kaffeemaschinen (übrigens erfreulich moderne und verständliche Geräte mit einer Kaffee-Qualität wie eh und je....ich überlasse die Beurteilung anderen Leuten.

Die Essensausgaben jedoch sind zu nahe beieinander liegende Einbahnstrassen! Man steht zuerst in Schlange und tritt nachher mit dem vollen Tablett mit grosser Wahrscheinlichkeit beim Umdrehen jemandem auf die Füsse. Schlechter Personenfluss!

Nun aber trifft man auf das grösste Ärgernis: Die Kassen. Es ist mir völlig unverständlich wieso diese aufs Geratewohl platziert mitten im Versorgungsteil liegen. Der Personenfluss ist völlig gestört! Man läuft nach dem Bezahlen gegen den Fluss der ankommenden Gäste (und auch denjenigen, welche die Kasse zuerst suchen müssen).

Ausserdem sind die Ecken beim Tablettvorschub eine Fehlplanung, dies besonders im Zusammenhang mit den zu wenig tiefen Tablettvorschubstangen (diese sollten mindestens gleich tief sein wie die Tabletts). Heruntergefallene Tabletts, Teller und Gläser – also eine Sauerei – kann ich Ihnen garantieren. Eine planerischer Super-GAU!

Der Vorschub darf keine Ecken haben und die Kassen müssen so gerichtet sein, dass die „abgefertigten“ Kunden aus diesem Bereich weg sind. Hier war der Ablauf vor dem Umbau zwar auch nicht perfekt aber um einiges besser!

Dass man es ausserdem nicht geschafft hat, die elenden Waagen und Kumulusscanner auszuwechseln verstehe ich nicht. Auch weiterhin müssen die armen Kassiererinnen die Teller auf der Waage hin und her schieben bis das Gewicht angegeben wird. Dieser Zustand ist unhaltbar weil UNHYGIENISCH! (Niemand ausser dem Koch und mir sollten meinen Teller berühren!!) Die Kassiererinnen arbeiten mit Geld und die Kunden wedeln mit den Kumuluskarten auf der Waageplatte. Es wundert mich, dass dies vom Gesundheitsamt zugelassen ist und ich habe auch vor ein paar Jahren schon bei der Migros Gossau auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Mit einer unbefriedigenden Antwort.

Nebenbei sind weiterhin auch noch die völlig unpraktischen Espresso-Tassen in Gebrauch. Der Schwerpunkt bei den Dingern ist viel zu hoch. Sie kommen daher wie „Models in High Heels“ jederzeit bereit umzufallen, besonders in gefülltem Zustand. Weg damit! Design muss nicht zwingend unpraktisch sein.

Weiter: Wieso die Kuschelecken (auch Lounges genannt) im Kassenbereich liegen müssen ist mir ein Rätsel. Essensgäste müssen zu weit zu den normalen Sitzplätzen laufen, dies auch noch in einer Art Zick-Zack, die Speisen kühlen ab auf dem Weg. Wir wollen am Mittag rasch und vor allem warm essen und nicht kuscheln oder ein Lauftraining absolvieren!

Das neue Mobiliar ist annehmbar aber die Stühle sind auf dem Holz-Boden ziemlich laut.

Fazit:

Der Umbau des Restaurants La Terrasse wurde offensichtlich von einem Architekten geplant, der nicht jeden Mittag dort essen geht.

Es scheint mir, dass die Essensgäste in den Hintergrund gerückt sind und man vermehrt auf Klubschüler baut, welche sich Nachmittage lang bei einer Cola in den Lounges räkeln. Schade!

Es tut mir Leid, dass ich den Umbau nicht besser beurteilen kann, aber Kritik ist ja auch eine Motivation zu lernen und zu ändern.

Mit freundlichen Grüssen

Peter Rechsteiner